Königin MargareteKönigin Margarete I. ist die wichtigste historische Persönlichkeit unter den Hauptcharakteren. Aufgewachsen in einem Kloster und stark geprägt von der strengen Religiosität der Birgittinerinnen, wurde sie bereits mit 10 Jahren dem norwegischen König zur Frau gegeben. Der frühe Tod von Vater, Mutter, Bruder und einzigem Sohn hat sie nicht nachhaltig erschüttern können. Mit großem diplomatischem Geschick hat Margarete es verstanden, die sie umgebenen Mächte in ihrem Sinne zu beeinflussen. Ihr Lebenswerk, die Schaffung einer skandinavischen Großmacht, einer Union aller Nordländer, hat sie konsequent verfolgt und durchgesetzt.

Margarete war äußerst geschickt und kalkulierend, das haben schon ihre Zeitgenossen anerkennend notiert. Die emotionale Abhängigkeit zu Sven Sture, die unerwiderte Liebe, entzünden in ihr jedoch einen mörderischen Konflikt, hin- und hergerissen zwischen Pflicht und Verlangen; es sei jedoch angemerkt, dass das Verhältnis zu ihrem ehemaligen Heeresführer Sture historisch nicht belegbar und somit erfunden ist.

Margaretes Vergangenheit, ihre Schicksalsschläge, ihre Rückschlage neben den Erfolgen, mag die Entwicklung zu einem verbitterten, eiskalten Charakter nahe legen. Dass dem aber nicht so ist, macht die wahre Größe dieser faszinierenden Persönlichkeit aus.

Das wird ein Klassiker, wetten?

Ich kann nur sagen, das außergewöhnliche Konzept funktioniert. Es funktioniert sehr, sehr gut! Es hat noch nie ein Buch gegeben, bei dem ich so viel lachen musste - und trotzdem sorgt man sich wirklich, ernsthaft, intensiv um die Hauptcharaktere.

Wer das ganze allerdings zu leicht nimmt und die eher kindlich-naive Aufmachung des Anfangs für bare Münze nimmt, dem wird das Lachen noch ganz schön im Halse stecken bleiben.

Peter Maybach

Sehr viel Blut. Noch mehr Lacher.

Dieser Roman schießt wie ein Kugelblitz daher und wer sich davon nicht mitreissen lässt, dem ist vermutlich nicht zu helfen. Lesern, die mit extremem Humor nicht umgehen können, ist allerdings von der Lektüre abzuraten.

Die strikte Trennung von realistischer Handlung und abgedrehtem Witz ist ein äußerst gelungenes Novum. Ich musste mich erst daran gewöhnen. Dann aber wird der Roman zu einer wahren Offenbarung.

Christian Jonas

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